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Eingangsphase der VGS Wallschule

 

Maßnahmen zur Informationsgewinnung im Vorfeld der Einschulung
 
  • Intensive Zusammenarbeit mit den zuständigen Kindertagesstätten als Einrichtungen der Vorschule
  • Gespräche mit den Eltern im Vorfeld der Einschulung in der Schule
  • Gespräche mit der Kinder- und Jugendärztin: Die diagnostizierten Entwicklungsauffälligkeiten werden bei Kindern mit vermutetem erhöhtem Förderbedarf in deren Schülerbogen aufgenommen.
  • Informationsabfrage über durchgeführte Fördermaßnahmen bei Mitarbeiterinnen der Frühförderung (z.B. Sprachheilkindergarten u.a.).

 

Gestaltung des Anfangsunterrichts
 
Die Kind-Umfeld-Analyse und die höchst differierenden Eingangsvoraussetzungen eines jeden Kindes erfordern eine besondere Gestaltung des Anfangsunterrichts. Als Konsequenz werden für die Arbeit in der Schuleingangsphase folgende Vereinbarungen getroffen

 

Förderung und Forderung:
 
Die Wallschule legt Wert auf eine entwicklungspsychologisch ausgerichtete Förderdiagnostik.

 

Zur Analyse der Lernausgangslage:
 


Die Feststellung der Lernausgangslage / Zone der aktuellen Entwicklung der Schulanfänger erfolgt mittels geeigneter Verfahren zur Lernstandsanalyse (z.B. Beobachtungen durch die Differenzierungsprobe nach Breuer/Weuffen, Barth oder weitere diagnostische Förderverfahren). Besonders ausgebildete Lehrkräfte unterstützen als Lernentwicklungsbegleiter die Sicherung der diagnostischen Beobachtungen mit geeigneten förderdiagnostischen Verfahren. Auf der Grundlage dieser Daten und der vielfältigen Beobachtungen der ersten Schulwochen wird die individuelle Lernentwicklung dokumentiert und je nach Förderbedarf ein Förderplan für das betreffende Kind erstellt. Er wird entwicklungsbegleitend fortgeschrieben und die konkreten Maßnahmen zur differenzierten Unterrichtsarbeit werden festlegt.

 

Verlaufsschema
 


Vorschulbereich

   
  1. Elterngespräch bei der Anmeldung des Kindes durch die Schulleitung zu den Besonderheiten des Kindes und den bisherigen Fördermaßnahmen. Entwicklungsverzögerungen und -rückstände sowie Besonderheiten des Kindes treten in verschiedenen Bereichen auf, die besondere Förder-/Fordermaßnahmen erfordern können.
  2. Feststellungsverfahren zur Überprüfung des individuellen Sprachstandes
  3. Besuch in der Vorschuleinrichtung, Gespräch mit der Frühförderung und dem amtsärztlichen Dienst.
  4. Diagnostik des Entwicklungsstandes z. B. durch die Differenzierungsprobe nach Breuer/Weuffen.
  5. Ggf. Aufstellen eines Förderplans.
  6. Elterngespräch vor der Einschulung durch die Klassenlehrkraft.
  Schulanfang
   
  1. Durchführung einer Lernstandsanalyse
  2. Systematische Beobachtung des Kindes im Unterricht über 4 Wochen
  3. Vertiefende Diagnostische Verfahren
  4. Regelmäßige förderdiagnostische Lernbeobachtungen
  1. Schulbesuchsjahr / 2. Schulbesuchsjahr
   
  1. Auswertung der Beobachtung in der 1. Klassenkonferenz und mit den Eltern des Kindes
  2. Erstellen eines individuellen Förderplans

 

Berücksichtigung der Entwicklungsbereiche
 
  1. Sprache als zentrales Medium des Wissenserwerbs und der verbalen Kommunikationsfähigkeit
  2. Sozial-emotionale Kompetenz
  3. Motorik
  4. Konzentration, Ausdauer, Belastbarkei
  5. Wahrnehmungsfähigkeit

 

Folgerungen für den Unterricht

Unser Unterricht ist...
  … ein offener Unterricht zum Erwerb eines Orientierungs-Wissens in Verbindung
   
  • mit zunehmender Eigenverantwortung für den Lernprozess
  • mit Anteil an der Unterrichtsgestaltung
  • mit zunehmender Verantwortung für eigenes Handeln
  … gerichtet auf individualisierendes Lernen, das auf den Lernvoraussetzungen aufbaut:
   
  • Körperliche Entwicklung
  • Seh- und Hörvermögen
  • Wahrnehmung und Sprache
  • Emotionale Entwicklung
  … die Entwicklung und Stärkung der Kompetenzbereiche, die für das schulische Lernen wichtig sind:  
   
  • Motorik (Grob- und Feinmotorik)
  • Wahrnehmung (visuell >Raum-Lage-Orientierung, auditiv, taktil-kinästhetisch)
  • Personale / Soziale Kompetenzen (Kommunikationsfähigkeit, Selbstständigkeit, Emotionalität, Umgang mit Aufgaben)